USA: Provider verhängen Sanktionen gegen illegale Filesharer

Internet: Ein Lächeln in Hollywood, für Filesharer ein klares Signal: Mehrere Internet Service Provider in den USA haben sich mit der Musik- und Filmindustrie auf ein gemeinsames Vorgehen gegen illegales Filesharing geeignet. Zunächst wird es jedoch nur Warnungen geben.

Händler in Guatemala (Foto: Surizar@Flickr, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

RIAA und MPAA haben sich mit führenden Providern in den USA über Sanktionen gegen illegale Filesharer geeinigt (Link, englisch). Folgende Provider werden sich an dem Warnsystem beteiligen: AT&T, Cablevision, Comcast, Time Warner und Verizon. Das System sieht insgesamt sechs Stufen vor und endet dabei mit einer Blockade der Webnutzung.

In den ersten vier Stufen wird der Nutzer lediglich mit einer Warnung auf das illegale Treiben hingewiesen, wobei er ab der dritten Stufe eine Antwort verfassen muss. Die fünfte Stufe sieht eine Drosselung der Datenrate vor und zu guter Letzt droht sogar eine vollständige Sperrung des Webzugangs.

Für die “Electronic Frontier Foundation” ist diese Zusammenarbeit ein Desaster. Die Organisation kämpft für Bürgerrechte und kritisiert (Link, englisch) in diesem Zusammenhang, dass Internetzugänge beschränkt werden können, ohne das Gerichte an diesem Prozess beteiligt sind.

In Deutschland ist derzeit ein ähnliches Vorgehen zwar nicht absehbar, die Musik- und Filmindustrie dürfte sich aber auch hierzulande über dieses Signal freuen, während Internetnutzer die Überwachung hinnehmen müssen. Auch besteht die Gefahr, dass die Erfassung der Urheberrechtsverletzungen zu massiven Klagen und Schadensersatzforderungen gegen Endnutzer führen.

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