Hitzige Debatten zur Abschaffung der Sommerzeit
Nachdem das russische Staatsoberhaupt Medwedew bereits ankündigte, die Abschaffung der Sommerzeit genauer zu prüfen, wird das Thema auch in Mitteleuropa wieder heftig kritisiert. Experten kritisieren dabei nicht nur den ausbleibenden Einspareffekt beim Energieverbrauch, sondern und vor allem die Folgen durch die Zeitverschiebung. Mindestens eine Zeitumstellung steht uns aber noch bevor.
Mit der halbjährlichen Zeitumstellung könnte bald Schluss sein, denn immer mehr Experten und auch Bürger fordern die Abschaffung der Sommerzeit. Statistiken zeigen, dass kurz nach der Zeitumstellung häufiger Verkehrsunfälle auftreten. Zudem belasten wir laut Medizinern unseren Körper übermäßig, da durch geänderte Schlaf- und Essenszeiten einzelne Funktionsstörungen auftreten und der Körper einige Zeit zur Anpassung benötigt. Chronobiologen fanden zwischenzeitlich sogar heraus, dass die Auswirkungen über einen langen Zeitraum anhalten.
Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit kostet nicht nur eine Stunde Schlaf, sondern führt auch dazu, dass es morgens später hell und abends später dunkel wird. Das Licht beeinflusst jedoch unser Gehirn und Hormonhaushalt, wobei Dunkelheit zur Ausschüttung des Hormons Melatonin führt. Melatonin beeinflusst sehr stark unsere Müdigkeit und führt dazu, dass wir bei Dunkelheit morgens nur schwer aufstehen und abends bei Helligkeit nur schlecht einschlafen können. Experten fordern daher die dauerhafte Beibehaltung der Winterzeit.
Eine Zeitumstellung steht uns daher im Herbst auf jeden Fall noch bevor. Die Politik hält sich bisher jedoch zurück und auch in den vergangenen Jahren gab es bereits immer wieder Kritik an der Zeitumstellung. Lediglich die FDP diskutiert öffentlich über eine mögliche Abschaffung der Sommerzeit.



Gerhard, 03.05.2010 10:53 Uhr
Der volkswirtschaftliche, wie auch persönliche Schaden der Zeitungsstellung wurde bisher konsequent ignoriert. Obwohl, wie bereits im Artikel beschrieben, sich entgegen den Erwartungen keine messbaren Vorteile durch die Sommerzeit ergeben.
Die Sommerzeit, ein Erbe des Dritten Reiches, hatte bereits kurz nach ihrer Einführung insbesondere bei Milchbauern zu spürbaren Einbußen geführt. Denn, der Milchlaster, der morgens die Milch abholt, kommt deshalb nicht etwa plötzlich 1 h später, sondern zur selben Zeit wie immer. Also müssen die Kühe 1 h früher als im Winter gemolken werden. Das führt jedoch dazu, dass die Kühe mindestens eine meistens sogar 2-3 Wochen benötigen, um wieder die volle Milchleistung zu bringen.
Auch für alle anderen Lebewesen, insbesondere uns Menschen, ist, soweit wir nicht ohnehin Schichtarbeiter sind, die Zeitumstellung mit einer radikalen Rhythmusänderung verbunden, die zu vielfältigen gesundheitlichen Problemen führt. Unter anderem Verdauungsstörungen, leichte Kreislaufstörungen und vieles andere mehr.
Ansonsten, bei der Schaffung der Zeitzonen wurde der natürliche Rhythmus berücksichtigt, die Sonne steht nach MEZ mittags im Zenit. Doch nach Sommerzeit steht sie bereits um 11:00 Uhr vormittags im Zenit. Die Sommerzeit wie vieles andere, das infolge der Forderung der Industriegesellschaft entstand, entfernt uns mehr und mehr von jeglicher Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und mehr und mehr werden die Individuen einer Gesellschaft zu Robotern der Industriegesellschaft.