Dominik Brunner: Zwischen Zivilcourage und Übermut
Dominik Brunner Der Fall von Dominik Brunner hat bundesweit für Aufsehen gesorgt und gespannt beobachten nun Bürger den Prozess gegen die beiden mutmaßlichen Mörder. Eine Zeugenaussage eines Schülers bringt jedoch eine überraschende Wende und belastet Brunner selbst.
Dominik Brunner schützte eine Gruppe von vier Schülern vor Sebastian und Markus, die zuvor die Schüler bedrohten. Es kam zur Prügelei, bei der Brunner schließlich schwere Verletzungen davontrug und kurze Zeit später starb. Derzeit wird vor Gericht den beiden Tätern der Prozess gemacht, wobei eine Aussage von einem der Schüler jetzt den Mordvorwurf aushebeln könnte.
Der Aussage zufolge habe Brunner selbst die beiden Täter provoziert, indem er eine Boxerhaltung eingenommen hatte. Weiter soll Brunner die Schlägerei eröffnet haben und dem Angeklagten Markus mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Erst danach sei die Situation eskaliert und die beiden Angeklagten schlugen wie wild auf Dominik Brunner ein und verletzten ihn letztlich tödlich.
Als Held der Zivilcourage gefeiert, könnte Dominik Brunner der Übermut zum Verhängnis geworden sein. Entschuldigen lässt sich die Tat keinesfalls, die Polizei warnt jedoch für übermutigen Handlungen und rät zu einer passiven Haltung, um nicht selbst ins Schussfeld der Täter zu gelangen.
Die Aussagen der Schüler widersprechen sich in einzelnen Punkten, doch offenbar steht bereits fest: Der erste Schlag kam in der Tat von Dominik Brunner. Zweifelhaft bleibt dagegen derzeit, ob er die späteren Täter tatsächlich provoziert hatte, oder lediglich zur Abwehr die körperliche Auseinandersetzung eröffnet hat.
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