Spiele in sozialen Netzwerken: Insiderhandel und die Krise bei Zynga

Soziale Netzwerke: Der Aktienkurs von Zynga offenbart, dass die wirtschaftliche Entwicklung bei dem Publisher für Spiele in sozialen Netzwerken enttäuschend verläuft. Trotz der hohen Beliebtheit von Farmville, Cityville und Co.: Neue Spiele wurden erwartet, doch Zeitpläne bislang nicht eingehalten.

Wall Street, New York (Foto: Matthias Ott, CC BY 2.0)

Trotz Zuwach beim Umsatz gerät der Publisher Zynga zusehends in wirtschaftliche Schieflage. Einerseits sollen neue Spieletitel das Geschäft beleben, doch deren Entwicklung gestaltet sich offenbar als schwierig. Diese Probleme führen zu unerwarteten Verzögerungen und setzen auch Zynga-Chef Mark Pincus unter Druck.

Gleichzeitig muss sich das US-Unternehmen jedoch auch der härter werdenden Konkurrenz stellen. Die Offenheit von sozialen Netzwerken wie Facebook erlaubt einer Vielzahl von Kontrahenten, ebenfalls ihre Produkte gewinnbringend auf die bereitgestellten Plattformen zu platzieren. Gerade diese Situation setzt Zynga zusätzlich zu, sodass der Kurs der Aktie inzwischen gut 70 Prozent des ursprünglichen Ausgabewertes verloren hat.

Doch damit nicht genug: Jetzt müssen sich Zynga-Chef Mark Pincus und zahlreiche Mitarbeiter des Unternehmens auch noch dem Vorwurf des Insiderhandels stellen.

Gleich mehrere Anwaltskanzleien prüfen demnach in den USA entsprechende Klagen, denn die Mitarbeiter sollen schon frühzeitig über wirtschaftliche Probleme informiert worden sein und haben deshalb ihre Aktien rechtzeitig zu einem besseren Kurz verkauft. Dies wäre eine deutliche Benachteiligung sonstiger Aktionäre und natürlich ein Verstoß gegen Insiderhandel.

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