Südkorea: Spielverbot gegen Online-Sucht von Jugendlichen

13.Apr.2010 20:59 Uhr, von [st], Trackback-URL


In Südkorea stellt die Sucht für Online-Spiele mittlerweile ein ernstes Problem dar, weshalb Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus ein neues Gesetz zur Abschaltung/Trennung von Spielern während der Nacht. Die Politik greift jedoch auch zu drastischeren Maßnahmen um die Online-Sucht nachhaltig zu bekämpfen und stößt damit auch innerhalb des Landes immer häufiger auf Kritik.

Zwangstrennung in der Nacht oder gedrosselte Internetverbindung bei übermäßiger Nutzung: Südkorea lässt bei der Bekämpfung der Spielsucht vieler Minderjährigen nichts unversucht. Wird ein Rollenspiel für zuviele zusammenhängende Stunden gespielt, wird die Internetleitung automatisch gedrosselt, sodass ein Weiterspielen nahezu unmöglich ist. Das harsche Vorgehen bleibt dabei nicht unbegründet: In der Vergangenheit hat das ununterbrochene Spielen unter anderem bereits das Leben eines Babys gekostet, weil die Eltern es auf Grund ihrer Sucht vernachlässigt hatten.

Kids sind intelligenter – denn große Erfolge können die Maßnahmen bisher nicht vorweisen. Die Minderjährigen wechseln einfach auf Online-Spiele, die derzeit nicht überwacht werden. Zwar sollen weitere Dienste in die Überwachung eingeschlossen werden, doch die Vielzahl an Möglichkeiten im Internet wird eine vollständige Abdeckung nicht ermöglichen. Entsprechend kritisieren Experten die Nutzlosigkeit beim Vorgehen des Ministeriums.

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