Sony entfernt Linux-Unterstützung aus der Firmware für die Playstation 3

Sony reagiert jetzt offenbar konsequent, nachdem in den vergangenen Wochen ein erster Hack von George Hotz aufgetaucht ist. Mit dem nächsten Firmware-Update entfernt Sony generell die Linux-Unterstützung für alle PS3-Spielekonsolen. Als Begründung nennt Sony das größere Sicherheitsrisiko für den verwendeten Kopierschutz, obwohl der bisherige Hack für den praktischen Einsatz eher ungeeignet ist.

Am 01. April 2010 veröffentlicht Sony die neue Firmware in Version 3.21 und entfernt die Linux-Unterstützung über “Install Other OS” vollständig. Unternehmenssprecher Patrick Seybold begründet den Schritt mit einer erhöhten Gefahr für die Sicherheit des Kopierschutzverfahrens und damit letztlich für die Spielepublisher. Ärger bleibt Sony dadurch jedoch nicht erspart, denn während die Slim-Version direkt ohne die Unterstützung fremder Betriebssysteme in den Handel ging, wurde die normale Playstation 3 explizit mit der Linux-Unterstützung beworben.

Vorübergehend können Nutzer zwar auf das optionale Update verzichten, wie immer wird dann jedoch der Zugang zum Playstation Network (PSN) verwehrt. Alle Spiele, die auf das PSN zurückgreifen, können dann nicht mehr genutzt werden. Auch einzelne Medien verweigern die Wiedergabe, bis die Firmware aktualisiert wird. Entsprechend ist ein Update letztlich zwingend erforderlich, sodass in Kürze die Linux-Nutzer einen Wechsel durchführen müssen. Ärgerlich ist dabei nicht nur die Tatsache an sich, sondern auch die sehr kurze Vorlaufzeit zu dieser Meldung.

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