Softwarefehler führt zum EC-Karten-Desaster

Rund 20 Millionen EC-Karten-Besitzer verwenden diese derzeit mehr oder weniger mit Freude. Auf Grund eines Softwarefehlers verweigern einige EC-Karten-Terminals im Einzelhandel und Bankautomaten die Annahme der für gewöhnlich bequemsten Zahlungsmethode. Während der französische Hersteller Gemalto bereits seine Schuld eingeräumt hat, prüfen nun alle Beteiligten mögliche Lösungen. Für die Kreditinstitute könnte das Chaos teuer enden.

Mittlerweile sollen die meisten Geldautomaten laut ZKA (Zentraler Kreditausschuss) die Karten akzeptieren, aber vor allem im Einzelhandel und im Ausland muss der Bankkunde weiterhin mit Problemen rechnen. Eine konkrete Lösung ist noch nicht in sich, ein Kartentausch scheint jedoch erstmal vom Tisch zu sein – alleine schon wegen der Kosten. Vielmehr bemüht man sich nun um eine Lösung, mit derer die Chipsoftware der EC-Karte neu programmiert wird.

Derzeit bedienen sich viele Einzelhändler einem simplen Trick: Sie überkleben den Chip mit Tesafilm. Passende Kartenlesegeräte greifen dann automatisch auf das eigentlich unsere Verfahren über den Magnetstreifen zurück. Der Zentrale Kreditausschuss warnt jedoch Kunden und Händler ausdrück davor: Neben möglichen Beschädigungen für die Karten und Lesegeräte, könnte im Betrugsfall auch der Händler auf die Forderungen sitzen bleiben.

Rettung in Sicht: Nach ersten Berichten sind die Tests zur Aktualisierung der Chipsoftware über den Geldautomaten erfolgreich verlaufen. Bis zur Umsetzung könnte es aber noch dauern, da vor allem die Sicherheit nun gewährleistet sein muss. Eine Frage wirft das Thema dennoch auf: Wenn ein Chip wirklich Sicherheit vor möglichen Manipulationen bieten soll, wie kann er dann doch vergleichweise einfach mit einer korrigierten Software versehen werden?

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