Sicherheit: Zeus 3 und der Diebstahl von Banking-Daten

13.Jul.2010 22:38 Uhr, von [st], Trackback-URL


Sicherheit Das Malware-Toolkit Zeus ist in der neuen Version 3 erschienen und verdeutlicht wieder einmal das große Potential dieser Hackertools. Die Zielgruppe wird genauer selektiert und die Hacker gönnen sich die Spezialisierung auf bestimmte Banken und Länder; getreu nach dem Motto: Klasse statt Masse.

Bankdaten im Überfluss? Mit der verstärkten Selektion wird deutlich, dass offenbar Daten in großen Mengen zur Verfügung stehen und sich die Hacker den Luxus leisten, bevorzugte Banken und Länder zu suchen. Neben den USA und Großbritannien ist auch Deutschland ein bevorzugtes Ziel.

Zeus gehört zu den besten Toolkits aus diesem Sicherheitsbereich und arbeitet auf einem hohen Niveau. Dabei gilt auch stets: Selbstschutz ist die oberste Devise. In der dritten Version wurde dieses Konzept weiter verstärkt und die Analyse der Arbeitsweise von Zeus weiter erschwert. Zudem wird die Kommunikation mit den Command and Control-Servern auf ein Minimum reduziert, je nachdem welcher Umfang für den jeweiligen Zeus-Client tatsächlich erfordert wird.

Russland als Heimat. Die meisten der zentralen Server befinden sich nach aktuellen Statistiken weiterhin in Russland. Das Toolkit wird kommerziell vertrieben, sodass die Käufer selbst eigentlich keine wirklichen Hacker-Kenntnisse besitzen und trotzdem ein komplett eigenes Botnetz aufbauen können.

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