Im heutigen Test werfen wir einen Blick in den Bereich der PDAs (Personal Digital Assistant). Als Modell wird der iPaq 214 aus der aktuellen Produktreihe von Hewlett Packard einmal im Detail betrachtet.
Der iPaq 214 bietet ein 4,1 Zoll großes Display bei einer Auflösung von 640×480 Pixeln. Dies ermöglich unter anderem auch eine verhältnismäßig qualitative Wiedergabe von Videodateien. Unterstützt wird dies auch durch den neuen Marvell PXA 310 Prozessor mit 624 MHz Taktung. Die Wiedergabe von Videos mit voller Auflösung erfolgt ruckelfrei, sodass der PDA sehr gut als mobiles Mediagerät geeignet ist. Weiterhin bietet der PDA WLAN, Bluetooth, Mikrofon, Klinkenanschluss für Kopfhörer und einem Mini-USB-Anschluss. Letzterer kann nicht nur für eine ActiveSync-Verbindung genutzt werden, sondern auch zum Aufladen des Akkus.
Der PDA wird mit Microsoft Windows Mobile 6.0 inkl. Office Mobile ausgeliefert, welches sind nicht gänzlich mit dem PDA verträgt. Interessanterweise friert das System vor allem dann ein, wenn keine Programme aktiv laufen. Dies führt dazu, dass das Gerät alle 1-3 Tage durch einen Softreset neugestartet werden muss. Ein weiterer Softwarefehler liegt etwas versteckt im Bereich der Bluetooth-Verbindung. Aus bisher unbekanntem Grund kann bei aktiver Wiedergabe von Audiodateien mit dem Windows-Media-Player im Hintergrund keine Bluetooth-Verbindung hergestellt werden, bis die Wiedergabe gestoppt und der Player über den Taskmanager geschlossen wurde.
Die Verbindung per Active Sync zu Windows XP und Windows Vista klappt problemlos und zuverlässig. Während der Synchronisation reagiert der PDA jedoch stellenweise schleppend. Im Gegensatz zu manch anderen Modellen funktioniert jedoch auch die Synchronisation mit Outlook und Co ohne jegliche Probleme. Leider misfiel jedoch ein anderes Problem des iPaq’s, nämlich der leicht übergroße USB-Mini-Anschluss. Das Kabel sitzt dadurch nicht fest und verkantet leicht, was sehr schnell zur Beschädigung führt. Hewlett Packard repariert dies übrigens nicht auf Garantieleistung mit dem Vorwurf, das USB-Kabel schief eingesteckt zu haben. Natürlich wäre dies gar nicht möglich, wenn die Passform korrekt wäre.
Zuletzt soll natürlich auch der Akku genauer betrachtet werden. Hier offenbart sich leider die größte Schwäche, da dieser vor allem bei aktivem WLAN nur circa 5 Stunden hält. Man sollte also zumindest ein Mini-USB-Kabel immer dabei haben, damit nicht plötzlich der Strom ausgeht. Im übrigen gehen dadurch keine Daten verloren, wie oftmals noch der eine oder andere glauben mag; diese Zeiten sind längst vorbei. Ohne WLAN und bei sehr geringer Nutzung, kann der Akku bis zu 48 Stunden halten, dies liegt leider auch daran, dass sich das Gerät teilweise ohne erkennbaren Grund selbst aus dem StandBy-Modus erweckt.
Der PDA ist im Einzelhandel ab rund 340 Euro zu haben und überzeugt vor allem durch die Multimediafähigkeiten. Wer mit der schwachen Akkuleistung und den kleineren Macken leben kann, ist mit dem PDA auf jeden Fall gut beraten. Man sollte sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch bei Konkurrenzprodukten Abstürze leider oftmals zur Tagesordnung gehören.


