Barbara Steffens fordert Frauenquote für Börsengang

1.Aug.2010 10:33 Uhr, von [st], Trackback-URL


Politik Die nordrhein-westfälische Emanzipationsministerin Barbara Steffens (Grüne) fordert, dass der Aufsichtsrat von börsennotierten Unternehmen zukünftig eine bestimmte Frauenquote einhalten muss. Als Vorbild dient der Politikerin Norwegen, wo für einen Börsengang ein weiblicher Anteil von mindestens 40 Prozent nachgewiesen werden muss.

Unternehmen, die diese Quote nicht erfüllen, dürfen dem Vorschlag zufolge nicht an der Börse notieren. Steffens sagte gegenüber dem Focus: “In Norwegen dürfen nur Unternehmen an die Börse, wenn sie eine Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten nachweisen. Diese Quote hätte ich auch gern in Deutschland“.

Steffens kritisiert, dass Spitzenpositionen und leitende Posten in Deutschland bevorzugt von Männern besetzt werden, die “sich viel leisten, aber nichts leisten”. Se verweist dabei auf die vergangene Wirtschaftskrise und sieht die männliche Oberhand in den Unternehmensführungen als wesentlichen Faktor für die Krise.

Die 48-Jährige kündigte eine Bundesratsinitiative der rot-grünen Landesregierung zur Änderung des deutschen Aktienrechts an.

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Text-Quelle(n): dts Nachrichtenagentur

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