Ericsson veröffentlichte im Rahmen der Mobilfunkmesse CTIA Wireless (USA) eine kleine Studie, welche die Bedeutung des Datenverkehrs im Mobilfunksektor untermauert. Im Dezember 2009 überstieg das weltweite Datenvolumen erstmals das Volumen des Sprachverkehrs.
Messungen in Mobilfunknetzwerken weltweit bestätigen erneut die steigende Bedeutung des mobilen Datenverkehrs. Ericsson erwartet für die nächsten Jahre eine jährliche Verdopplung des mobilen Datenvolumens. Ursache sei demnach vor allem die deutlich zunehmende Verbreitung von Smartphones im Vergleich zu klassischen Mobilfunktelefonen. Einen markanten zweistelligen Anteil nehmen beim Datenverkehr auch die sozialen Netzwerke ein, denn Dienste wie Facebook bestimmen immer häufiger den Alltag.
Infrastruktur vor Problemen: Während über 4 Mrd. Teilnehmer zum Volumen der Sprachtelefonie beitragen, sind es beim reinen Datenverkehr lediglich zwischen 300 und 400 Millionen Endkunden. Mobilfunknetzwerke müssen in Zukunft deutlich größere Bandbreiten bereitstellen, denn analog zur Sprachtelefonie werden auch Datenflatrates stetig günstiger und erfreuen sich erwartungsgemäß einer steigenden Beliebtheit.
Ende von GSM prophezeit. Die Messungen zeigen, dass 3G-Netzwerke deutlich zulegen konnten und für GSM-Netzwerke praktisch kein weiteres Wachstum zu erwarten ist. Stattdessen wird sich der Prozess umkehren und GSM in den nächsten Jahren komplett verdrängt werden. Für moderne Infrastrukturen mit hohe Bandbreiten sind jedoch auch neue Technologien gefragt, wie zum Beispiel das erst kürzlich getestete LTE. Dieses Verfahren erlaubt Bandbreiten von deutlich über 100 Megabit pro Sekunde.


