Sky Deutschland und die Allzeitkrise mit dem Geldmangel

9.Aug.2010 06:46 Uhr, von [st], Trackback-URL


Wirtschaft Der deutsche Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland schreibt weiterhin Verluste und kann die entscheidende Trendwende bisher nicht erfolgreich einleiten. Neuer Kapitalbedarf schickte die Aktie vergangene Woche auf ein neues Rekordtief und sorgte für trübe Gesichter unter den Analysten.

Rupert Murdoch (Foto: World Economic Forum@flickr)

Rupert Murdoch (Foto: World Economic Forum@flickr)

Der Aktienkurs stürzte vergangene Woche am Dienstag ab nachdem bekannt wurde, dass Sky neues Kapital benötige. Der Kurs fiel dabei auf bis zu fast einem Euro, ein Verlust von gut 25 Prozent.

Am vergangenen Montagabend wurde überraschend mitgeteilt, dass über eine Kapitalerhöhung und einer Wandelanleihe insgesamt gut 340 Millionen Euro frisches Kapital in die Kassen gespült werden soll. Kapitalgeber soll das Unternehmen News Corp sein, ein Unternehmen von Medienmogul Rupert Murdoch.

Analysten hatten zwar mit diesem Schritt gerechnet, allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt. Entsprechend überrascht fiel die Reaktion aus und die Empfehlung lautet daher weiterhin: Finger weg von den Aktien von Sky.

Unternehmenschef Brian Sullivan verschärft die Situation weiter und erwartet jetzt auch für 2010 und 2011 kein Erreichen der Gewinnzone. Im vergangen Quartal konnten nur 6.000 neue Abonnenten gewonnen werden – die Zahl liegt weit hinter den Erwartungen.

Guter Einstiegspreis für Zocker: Risikofreudige Aktionäre könnten hingegen von dem derzeit günstigen Kurs profitieren. Einige Analysten empfehlen deshalb einen Kauf der Aktien, denn bei einem Kaufpreis von nur rund einem Euro je Aktie ist eine Verdopplung auf Dauer durchaus realistisch.


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