Wikileaks: Julian Assange, Gründer der Whistleblower-Plattform Wikileaks, ist weiter auf der “Flucht”. Nachdem die Justiz sich für eine Auslieferung von Assange an Schweden entschieden hat, bat er jetzt in der Botschaft von Ecuador um Asyl. Damit kämpft er weiter gegen seine Auslieferung – mit ungewöhnlichen Mitteln.
Die Plattform Wikileaks fiel in der Vergangenheit in erster Linie durch die Veröffentlichung von teils streng geheimen Dokumenten auf. Urplötzlich stand der Gründer Julian Assange im Mittelpunkt zahlreicher Vorwürfe, doch Gegenstand des Auslieferungsverfahrens ist ein völlig anderer Vorwurf. Er soll sich in Schweden an zwei Frauen vergangen haben, weshalb dort entsprechende Verfahren gegen Assange laufen.
Über Monate hinweg hielt sich Julian Assange in Großbritannien auf und bangte um die Auslieferung, die inzwischen jedoch rechtskräftig ist. Eine Auslieferung an die USA droht deshalb allerdings nicht automatisch, obwohl das Interesse dort besonders groß ist. Viele der veröffentlichten Dokumente stammen von staatlichen Institutionen wie beispielsweise dem Militär.
Ecuador hat angekündigt, über den Asylantrag in Kürze zu entscheiden. Während dieser Zeit hält sich Julian Assange in der Botschaft in London auf, wo er vor einer Auslieferung zunächst geschützt ist.



