Zensur im Iran – GoogleMail gesperrt
Während in den USA der Fortschritt mit superschnellen Google-Internetzugängen weiter voranschreitet und weltweit über den neuen Twitter-Konkurrenten diskutiert wird, müssen die Iraner seit kurzem auf GoogleMail verzichen.
Die iranische Regierung hat den eigenen Landsleuten den Zugriff auf GoogleMail und dem integrierten Kurznachrichtendienst Buzz gesperrt. Seitens der Regierung wurde wohl eine dauerhafte Blockade angeordnet.
Interessanterweise soll der Iran wohl eines der größten Filter- und Kontrollsysteme fürs Internet betreiben. Durch das Routing aller Onlineverkehrsdaten über sogenannte Proxyserver wird die Überwachung und Protokollierung des gesamten unverschlüsselten Internetverkehrs ermöglicht. Alle ein- und ausgehenden Daten als E-Mail, IM-Daten und das Surfen im Netz an sich können live gefilert werden.
Diese kurzfristige Einschränkung seitens der iranischen Regierung dürfte vor allem all diejenigen GMail-User hart treffen, die tagtäglich über GoogleMail kommuniziert haben. Vor allem Zugangsdaten und der Empfang von Rechnungen und IT-Aufträgen ist für viele Softwareentwickler und Webdesigner fundamental wichtig.
Unsere Empfehlung: GoogleMails nochmals separat mit Thunderbird abholen und die E-Mail lokal sichern. Eine GMail-Sperre in Deutschland ist zwar zweifelhaft, aber Google könnte jedem von uns auch den Account sperren.
Ansonsten hat Twitter zum Kampf gegen die Zensur in China und dem Iran aufgerufen. Man will mit Hackermethoden die Online-Sperren umgehen. Offiziell heißt es, dass die Entwickler an Umgehungsstrategien arbeiten. Ob diese Strategie aber rechtlich sauber ist bleibt abzuwarten.


