Wikileaks und Julian Assange im Abseits: Naht das Ende?

3.Dez.2010 20:30 Uhr, von [st], Trackback-URL


Sicherheit Wikileaks wird von der Amazon Cloud ausgeschlossen, EveryDNS stoppt das Hosting der Domain und Julian Assange wird per internationalen Haftbefehl gesucht: Steht das Projekt Wikileaks jetzt endgültig vor dem Aus oder wird die umstrittene Webseite gestärkt aus dem Sachverhalt hervorgehen?

Die Situation ist derzeit undurchsichtig und schwierig. Die US-Politik übt deutlichen Druck gegenüber Julian Assange und allen indirekt beteiligten Personen und Unternehmen aus. Kurze Zeit später hatte Amazon das Hosting eines Mirrors von Wikileaks auf der Amazon Cloud beendet – wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen.

EveryDNS, der Provider der DNS wikileaks.org, stellte jetzt ebenfalls jüngst den Betrieb der Domain ein. Grund sei ein Verstoß gegen die Nutzungsrichtlinien, da Auswirkungen bzw Ausfälle durch die anhaltenden DDoS-Angriffe nicht ausgeschlossen werden können. Die Abschaltung erfolgte somit fokussiert auf Grund von technischen Problemen, die aus den Angriffen resultieren.

Inzwischen ist die Webseite über wikileaks.ch erreichbar und eine Aussage von Julian Assange bewahrheitet sich: Wikileaks zieht es nach Europa, konkret in die Schweiz. Politiker aus den USA dürften recht wenig Begeisterung für diesen Schritt zeigen, die Einflussnahme gestaltet sich dadurch deutlich schwieriger.


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