WebM: VP8 wird offenes Videoformat im Web

20.Mai.2010 09:04 Uhr, von [st], Trackback-URL


Ein neues Gemeinschaftsprojekt zwischen Google, Mozilla und Opera feierte während der Konferenz Google I/O sein Debüt und wird die notwendigen Voraussetzungen für Videos im Web entgültig etablieren. Unter der Bezeichnung WebM läuft das neue Projekt, dem Google im gleichen Schritt den Videocodec VP8 unter einer Open-Source-Lizenz beisteuert und die Suche nach einem freien Videocodec beendet.

Der Schritt von Google kommt wenig überraschend, denn die Verbreitung eines freien Codecs ist schließlich auch im eigenen Sinne förderlich. Youtube hat bereits erste Tests mit HTML5 durchgeführt und auch die Free Software Foundation FSF hat Google mehrfach um diese Entscheidung gebeten. Mit Erfolg: Mit dem Gemeinschaftsprojekt WebM wird auch der Videocodec VP8 kostenlos bereitgestellt und beendet die Lizenzproblematik alternativer Videocodecs, die eine Verbreitung von HTML5-Videos gefährdet hat.

Schnelle Fortschritte für Videos im Web

Die drei beteiligten Unternehmen arbeiten intensiv an der Integration und Etablierung der neuen Errungenschaft. Google hatte den Codec mit der Übernahme von On2 erworben und jetzt unter einer BSD-Lizenz kostenlos veröffentlicht. Im WebM-Format wird auf die Struktur eines Matroska-Containers zurückgegriffen und VP8 für die Videokodierung und Ogg Vorbis für die Audiokodierung verwendet.

Aktuelle Entwicklerversionen der Webbrowser Firefox, Chrome und Opera unterstützten bereits WebM bzw. liefern die notwendigen Voraussetzungen in den nächsten Tagen. Weitere Details zu WebM finden Interessierte auf der Projektseite: webmproject.org


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