Urheberrecht: Spanien droht ein Ausverkauf von DVDs
Nachdem in Spanien bereits ein neues Gesetz ausgearbeitet wird, kritisiert Sony laut einem Bericht der L.A. Times erneut Spanien für die verbraucherfreundlichen Regelungen zum Urheberrecht. Spanien sei aus Sicht von Sony unter den derzeitigen Voraussetzung kein rentabler Markt für die Unterhaltungsbranche.
Erneut steht die Piraterie in Spanien im Mittelpunkt und wird öffentlich kritisiert. Michael Lynton, Chef bei Sony, bezeichnete die Marktsituation in Spanien als unrentabel und fordert damit erneut deutlich schärfere gesetzliche Regelungen. Die Situation sei mittlerweile derart dramatisch, dass auch bereits das Thema zur Einstellung des DVD-Verkaufs in Spanien diskutiert wurde. Laut den Filmstudios hat sich die Anzahl der illegalen Downloads innerhalb der letzten fünf Jahre fast verdreifacht und zu einem Rückgang der Verkaufszahlen von gut 30 Prozent geführt.
Der Druck durch die öffentliche Kritik richtet sich dabei weniger gegen die Filesharer, sondern gegen die Politik. Offenbar mit Erfolg: Mit einem neuen Gesetz sollen Raubkopierer auch in Spanien unter schlaflosen Nächten leiden. Der bisherige Entwurf wird den Anforderungen der Filmstudios jedoch bisher nicht ausreichend gerecht, weshalb weiterhin scharfe Kritik geübt wird. Mit der Androhung eines möglichen Rückzugs aus dem Land wird jetzt ein neuer Höhepunkt markiert.
Auch Vertreter vom spanischen Filmrechtsverband EGEDA fordern erneut die Politik zu einem schnellen und konsequenten Handeln auf, um derartige Entscheidungen abzuwenden.


