Urheberrecht: Haften Internet-Provider zukünftig für Raubkopien?
Haftung für Internet-Provider bei Urheberrechtsverletzungen: Was abenteuerlich klingt, soll laut einem Bericht der Financial Times Deutschland FTD aber der aktuelle Entwurf des Anti-Counterfeiting Trade Agreements (ACTA) vorsehen. Unerwartet wurde am letzten Wochenende der aktuelle Stand der eigentlich geheimen Verhandlungen öffentlich und wird seitdem heftig kritisiert.
Ziel der Verhandlungen ist der Beschluss eines Abkommens gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen. Es beteiligen sich neben der Europäischen Union und den USA auch Staaten wie zum Beispiel Kanada, Australien, Südkorea und Mexiko. Noch im laufenden Jahr sollen die Verhandlungen zu einem tragfähigen Ergebnis führen.
Der veröffentlichte Entwurf wird derweil vielerorts kritisiert: Rechteinhaber sollen zukünftig gegen den Provider vorgehen, da dieser die illegalen Daten schließlich transportiert. Gleichzeitig sieht der Entwurf ein vergleichbares Modell wie in Frankreich vor: Wiederholungstäter dürfen demnach auch mit einer Internetsperre belegt werden. Großbritannien wird solche Sperren in Kürze einführen, nachdem Frankreich bereits als erster Staat nach derart dramatischen Mitteln greift. Provider und Datenschützer schlagen Alarm und warnen vor überzogenen Schritten zur aktiven Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen.
Vor allem Datenschützer bewerten den aktuellen Trend kritisch. Sie befürchten, dass beschlossene und zukünftige Maßnahmen den Schutz von Urheberrechten über das eigentliche Grundrecht der Privatsphäre stellen und zu einer Generalkriminalisierung aller Internetnutzer führt.



richter169, 26.02.2010 00:12 Uhr
Wenn Gesetze da sind (es müssten SPERREN verhängt werden) wie z.B. Sperren, dann wird das auch in anderen Bereichen angewandt. Da war die Politik nie um Ausreden verlegen. (Kinder-Pronograhie sogar eine Anzeige folgen.) Da gebe ich dir zu 100% recht. Aber nicht bei den Sperren. Löschen ist hier die Devise.
Stell dir vor, du suchst in Netz für einen Roman nach Informationen (z.B Infos über Orte). Du findest sie. Nach deiner Meinung darfst du sie aber nicht Verwenden, da sie nicht für dich Privat sind, sondern für den Roman. Was jetzt? Verwenden wäre ja Illegal. Dann müsste es am Ende eine Anzeige geben.
Wir Deutschen sind in allen sehr Genau, die Sperren würden dann nicht nur für die vorgesehenen Daten benutzt werden, sondern auch für die Politischen Gegner. Da waren ja schon Anfragen von Abgeordnete in Bundestag.
Demokratie Ade.
Bis dann
LG von Richter169
Peter Sebastian, 25.02.2010 14:03 Uhr
Hallo Zusammen. Interessant. Es bewegt sich etwas – und das ist GUT so. Denn wenn die Leute geine skrupel haben legal sich etwas zu kaufen, dann ist dieser Weg der richtige. Meine FRage ist auch… wo sind denn die Datenschützer für diejenigen die “geprellt” werden. Wenn ich in einem normalen Laden eine CD “klaue” werde ich auch angezeigt und die Daten werden aufgenommen. Das gleich sehe ich auch wegen der Kinder-Pronograhie. Da sollten die Anbieter die Seiten kontrollieren und es müssten SPERREN verhängt werden. Bei Kinder-Pornograhie sogar eine Anzeige folgen. Also ich bin sehr dafür…. sonst macht unser Beruf keinen Spass mehr. MFG Petersebastian.de
richter169, 24.02.2010 23:00 Uhr
http://www.computerbase.de/news/wirtschaft/recht_gesetz/2010/februar/anti-piraterie-abkommen_provider/
Dort steht auch ein guter Artikel drin. Wir müssen aufpassen das wir jetzt nicht Überrand werden. Das Interessante an den Artikel der FTD ist doch das die EU Datenschützer gegen Acta sind.
Bis dann
LG von richter169