Urheberrecht: Der aussichtslose Kampf der Content-Industrie
Urheberrecht Ein Kampf mit allen Mitteln und unter allen Umständen, doch trotz der zahlreichen Erfolge der Musik- und Filmindustrie: An der Gesamtsituation ändert sich nur wenig. Ein Kampf mit Gegenwind und ein Ende, dass stetig weiter in die Ferne rückt.
BREIN, eine niederländische Anti-Piraterie Organisation, feiert einen Erfolg: 422 Webseiten mit illegalen Inhalten wurden im ersten Halbjahr aus dem Internet entfernt, wie ZeroPaid berichtet. Betroffen waren vor allem Seiten aus den Bereichen Usenet und BitTorrent. Ein Erfolg, der nur von kurzer Dauer ist: Fast täglich tauchen neue Webseiten und Tracker mit urheberrechtlich geschützten Dateien auf und lassen die eigentlichen Erfolge schnell wieder verblassen.
Zurück bleibt nur ein Imageschaden und Fortschritt, denn das teils umstrittene Vorgehen sorgt für Unmut und Kritik an der Content-Industrie. Gleichzeitig werden Internetnutzer dazu animiert, neue Technologien zu entwickeln, sodass die Nutzung von Filesharing sicherer und komfortabler wird. Und so wird es dabei bleiben, wie es schon immer war: Die Content-Industrie wird den Filesharern weiter hinterherlaufen, ihr eigenen Erfolge überbewerten und schließlich mit Ernüchterung zur Wahrheit zurückkehren. Das Urheberrecht schützt im Prinzip zwar die Werke, doch die Umsetzung bleibt nach wie vor ein schwieriges Unterfangen.


