Selbstmord: Günter Freiherr von Gravenreuth verstarb letzte Nacht
Heute Nacht hat sich der Münchener Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth selbst das Leben genommen. Laut mehreren Quellen soll der Anwalt gegen 01:15 Uhr heute früh noch eine E-Mail an seine Kontakte als Abschied verschickt und sich wenig später selbst erschossen haben. In der letzten Nachricht von Günter Freiherr von Gravenreuth nannte dieser überwiegend private Gründe für seinen Entschluss.
Der bekannte Rechtsanwalt entgeht mit dieser Entscheidung einer ausstehenden Haftstrafe von 14 Monaten, die er in den nächsten Tagen hätte antreten müssen. Bereits im September 2008 wurde er wegen Betruges verurteilt, erhielt aber wegen des Revisionsverfahrens und seiner Geschäftstätigkeit mehrfach Haftaufschub. Vor allem Raubkopierer ist Gravenreuth bekannt: Gleich reihenweise verschickte der Rechtsanwalt Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen.
Nach aktuellen Informationen soll Rechtsanwalt Gravenreuth auch telefonisch einem Bekannten gegenüber den Selbstmord angekündigt haben. Dieser alarmierte anschließend die Polizei und löste einen Einsatz des Spezialeinsatzkommandos SEK aus. Gegen 2 Uhr sollen die Beamten die Wohnung betreten und dabei noch einen Schuss wahrgenommen haben. Der alarmierte Notarzt konnte aber nur noch den Tod feststellen.
Steffen Wernery vom Chaos Computer Club war einer der Empfänger der Abschiedsmail und berichtete, dass Gravenreuth vor allem Probleme in der Beziehung und Einsamkeit als Gründe für den Freitod geltend macht. Durch seine Vergangenheit haben sich offenbar immer mehr Menschen von ihm abgewendet. Aber auch gesundheitliche und finanzielle Probleme sollen eine Rolle spielen, unter anderem soll der Verdacht auf Krebs bestehen. Günter Freiherr von Gravenreuth starb im Alter von 61 Jahren.
Die Öffentlichkeit reagiert dagegen sehr unterschiedlich auf die Entscheidung des Rechtsanwalts. Sein teilweise aggressives Vorgehen bei Abmahnungen belastet viele Opfer heute noch, weshalb der Rechtsanwalt auch viel öffentliche Kritik ertragen musste. Entsprechend bekunden nicht alle Internetnutzer ihr Mitleid, der eine oder andere begrüßt auch diesen Entschluss. Es lässt sich jedoch festhalten, dass seit langer Zeit kein Selbstmord in diesem Umfang und mit großen Interesse in der Internetgemeinde publiziert und diskutiert wurde. Zuletzt sorgte der Selbstmord von Robert Enke, seiner Zeit Torhüter bei Hannover 96, für öffentliches Interesse.



[st], 22.02.2010 19:16 Uhr
An dieser Stelle weise ich daraufhin, in den Kommntaren bitte die Netiquette einzuhalten und trotz möglicher negativer Hinterlassenschaften auch Respekt gegenüber Herrn Gravenreuth zu wahren.
AMUNO, 22.02.2010 17:42 Uhr
Hat jemand ein paar Links zur Abschiedsmail? Ist leider noch nicht so viel bekannt darüber, bzw. sie wurde noch nicht veröffentlicht. Kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet Gravenreuth nur loyale Leute kennen würde.
Günter Freiherr von Gravenreuth begeht Selbstmord
Gruß
AMUNO
Martin Guardini, 22.02.2010 17:28 Uhr
er fand fuer sich ein gerechtes Urteil