Nintendo verklagt den Verkäufer von R4-Modulen NXPGame

17.Mai.2010 09:39 Uhr, von [st], Trackback-URL


Nintendo hat in den USA eine Klage zur Bekämpfung von Piraterie bei den mobilen Handhelds eingereicht und arbeitet gezielt gegen Wiederverkäufer von R3 und R4-Modulen. Nintendo ist nicht nur der Hersteller des Nintendo DS und DSi, sondern auch Publisher einiger Spiele für diese Handhelds und damit auch unmittelbar von der zunehmenden Piraterie in diesem Sektor betroffen. Der japanische Konzern verklagt deshalb in den USA jetzt den Händler NXPGame.

Der Markt für Videospiele zeigt vor allem bei den Handhelds immer häufiger Schwächen und führt zu drastischen Einbrüchen bei den Verkaufszahlen. Kein Wunder, denn bei Preisen von gut 40 Euro pro Spiel wird ein Spielehandheld schnell zu einem Luxusobjekt, was sich nicht jeder auf Dauer leisten kann. Entsprechend boomt der Verkauf von speziellen Modulen (DS Real, R4), die das Abspielen von Raubkopien ermöglichen. Die besondere Dramatik wird beim Preis erkennbar, dein ein solches Modul kostet oftmals weniger als ein einzelnes Videospiel, sodass sich die Investitionskosten sofort rentieren.

Die Videospiele selbst findet man auf zahlreichen Webseiten im Internet kostenlos, sodass vor allem Jugendliche auf diese Methode zurückgreifen. Nintendo ist als Publisher erwartungsgemäß verärgert auf den Trend und reagiert seit Monaten bereits mit Gerichtsverfahren, die sich in erster Linie gegen die Händler von diesen Modulen richten. Mit NXPGame hat es jetzt erneut einen solchen Händler erwischt, denn Nintendo hat vor einem Gericht in Seattle eine Klage eingereicht. Derzeit ist keine Webseite des Händlers im Internet erreichbar, sodass das Unternehmen vermutlich ganz verschwinden wird. Allerdings wird Nintendo auch weiterhin international aktiv bleiben und die Piraterie bekämpfen.

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