Musikindustrie beharrt auf Ablehnung einer Kulturflatrate

ReTweet Google Buzz
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Add to favorites
  • LinkedIn
  • Live
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • Technorati
  • Twitter
  • Webnews.de
  • Yigg



© Carsten Nadale / <a href='http://www.pixelio.de' target='_blank' rel='external nofollow'>PIXELIO</a>

© Carsten Nadale / PIXELIO

Der Bundesverband Musikindustrie bekräftigt erneut die Ablehnung einer Kulturflatrate und macht deutlich, dass eine derartige pauschale Abgabe auch zukünftig nicht mit den Interessen der Musikindustrie vereinbar sei. Immer wieder wird über die Einführung einer Kulturflatrate debattiert, deren Zahlung gleichzeitig den Austausch von Musik und Filmen legitimieren soll. Neben juristischen Problemen gegenüber dem Urheberrecht sieht die Musikindustrie aber auch ihre derzeitigen Geschäftsmodelle gefährdet. Eine Einführung einer Kulturflatrate dürfte daher immer unwahrscheinlicher werden.

Es hätte so einfach sein können: Inhaber von Internetanschlüssen zahlen eine pauschale monatliche Abgabe – als Kulturflatrate – und dürfen im Gegenzug Musik und Filme frei tauschen. Die Einnahmen sollten wiederum auf die Rechteinhaber verteilt und deren Aufwendungen pauschal vergütet werden. Wäre eine solche Kulturflatrate auf deutsche Titel noch vergleichsweise einfach denkbar, gibt es juristisch vor allem Probleme mit dem internationalen Urheberrecht. Der Musikindustrie dürften jedoch vor allem die Einschränkungen ein Dorn im Auge sein: Durch pauschale Abgaben bestünden kaum Möglichkeiten, neue Einnahmequellen zu akquirieren.

Stattdessen setzt der Verband weiterhin auf die Politik und fordert die Einführung von Internetsperren nach französischen Vorbild. Dort erhalten Anschlussinhaber nach festgestellter Urheberrechtsverletzung bis zu zwei Mahnungen, anschließend kann eine Sperrung des Internetzugangs erfolgen. In Deutschland stößt dieses Vorgehen gegen Piraterie und Urheberrechtsverletzungen jedoch auf Gegenwind in der Politik. Vor allem Die Grünen sehen in der Einführung einer Kulturflatrate die bessere Alternative, wobei konkrete Pläne für beide Maßnahmen derzeit nicht vorliegen.

Gleichzeitig erlaubt die Verschärfung der Vorgehensweisen gegen Urheberrechtsverletzungen die Situation von Filesharern: Immer häufiger werden Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen verschickt. Diese sollen P2P-Nutzer vor allem für das Thema sensibilisieren und abschrecken, denn oftmals werden Forderungen von mehreren hundert Euro aufgestellt.