MSI Netbook: Wind U100
Der taiwanesische Entwickler und Hersteller von Computerkomponenten bringt dem MSI Wind U100 demnächst ein neues sogenanntes Netbook auf den Markt. Netbooks zeichnen sich im Vergleich zu Notebooks bzw. Laptops in erster Linie durch eine geringer Größe, ein niedrigeres Gewicht und somit allgemein durch eine erhöhte Mobilität aus. Gleichzeitig fallen die technischen Komponenten jedoch häufig etwas weniger leistungsfähig aus, sodass Netbooks primär für den mobilen Office-Gebrauch konzipiert sind. Mit Preisen von selten mehr als 500 € fallen die Mini-Laptops jedoch auch angenehm günstig aus.
MSI bringt nun mit dem Wind U100 ein neues Netbook auf den zwar erst kürzlich erschlossenen, aber bereits stark umkämpften Markt. Um die Konkurrenz – insbesondere durch Asus, welche bereits Ende 2007 mit dem Eee PC 700 das erste Netbook einführten, das auf Grund der hohen Nachfrage jedoch mit ständigen Verfügbarkeitsproblemen zu kämpfen hatte – zumindest zum Teil verdrängen und so neue Marktanteile gewinnen zu können, soll der Vertreter der Wind-Series speziell durch den neuen Intel Atom Prozessor überzeugen. Dieser ist für die Verwendung mit den günstigen Sub-Notebooks konzipiert und auf einen geringen Energieverbrauch ausgelegt. Mit Prozessortaktraten zwischen 800 MHz und 1,86 GHz und FSB-Taktungen zwischen 100 und 133 MHz fällt die Leistungsfähigkeit im Vergleich zu der anderer aktueller Notebook-Chips, wie sie in „gewöhnlichen“ Laptops normaler Größe verwendet werden, zwar ab; dafür lassen sich die im preisgünstigen 45 nm-Verfahren gefertigten Chips jedoch vielseitig in kleinen Geräten mit weniger Akkuleistung einsetzen.
Denn wie auch bei allen anderen Netbooks fällt diese auch beim Wind U100 vergleichsweise gering aus: Je nach Modell verfügt das U100 über einen 3- oder 6-Zellen Li-Ion-Akku, der das Gerät wenige Stunden lang mit Strom versorgen soll. Mit am meisten Energie dürfte dabei in diesem Fall das Display verbrauchen: Mit einer Bilddiagonale von 10 Zoll und einer nativen Auflösung in Höhe von 1024 x 600 Pixeln fällt dieses im Vergleich zu anderen Netbooks deutlich größer und schärfer darstellend aus. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die eigentlichen Ausmaße des Gerätes: Mit einer Größe von 26 x 19 bis 31,5 x 18 cm ist es zwar insbesondere breiter als die Eee PC-Konkurrenz von Asus, liegt aber immer noch in akzeptablen und gut zu transportierenden Dimensionen. Das Gesamtgewicht ist dabei erneut abhängig von der Art des gewählten Akkus, wird aber im Bereich der magischen Grenze von 1 Kg liegen.
Als Betriebssystem hat MSI Windows XP Home gewählt. Durch die vergleichsweise hohe Auflösung des LCD-Panels und die gesteigerte Leistungsfähigkeit des Atom-Prozessors dürfte dies auch keine weiteren Probleme bereiten. Der Arbeitsspeicher liegt mit wahlweise 512 MB oder 1 GB DDR2 667 RAM in den erwarteten Dimensionen, lässt sich aber bis auf ganze 2 GB aufrüsten.
Im Vergleich zu anderen Netbooks fällt beim MSI Wind U100 insbesondere die Festplattenkapazität sehr groß aus: Ganze 80 GB an Daten kann der Besitzer des neuen Gerätes sichern. Dafür wird auf die stoßresistente Solid-State-Technologie verzichtet und stattdessen gewohnt gute, aber auch empfindlichere SATA-Qualität geliefert.
Für die mobile Kommunikation sorgen eine integrierte W-LAN-Card, die den Standard 802.11b/g unterstützt, sowie das ebenfalls integrierte 10/100 Ethernet LAN und Bluetooth.
Das MSI Wind U100 ist mit drei USB 2.0-Anschlüssen, einem Kopfhörerausgang, sowie einem LAN-Port ausgestattet. Des Weiteren können Besitzer des voraussichtlich im August erscheinenden Netbooks von einem integrierten 4-in-1-Card-Reader Gebrauch machen.


