Motorola schwächelt weiter
Das Handygeschäft bei Motorola konnte sich auch im 2. Quartal nicht erholen, wodurch nur noch gut 28 Millionen Handys verkauft werden konnten. Das wirkte sich vor allem auf dem Umsatz aus, der mit 8,08 Milliarden US-Dollar fast 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückging. Das bescherte der Handysparte unterm Strich auch einen Verlust von 346 Millionen US-Dollar, jedoch konnte der Konzern dank weiteren Sparten gesamt einen kleinen Nettogewinn verzeichnen. Dieser lag im zweiten Quartal bei 4 Millionen US-Dollar, was verteilt auf die Aktien jedoch einem Gewinn von 0 cent je Aktie entspricht.
Der Rückgang beim Verkauf von Mobilfunktelefonen belastet auch die globale Marktposition von Motorola, wo man den dritten Platz nur noch knapp für sich behaupten konnte. Während Nokia und Samsung mit Abstand die Plätze 1 und 2 belegen, ist vor allem LG dicht auf den Fersen. Das viertplatzierte Unternehmen konnte 27,7 Millionen Handys im letzten Quartal verkaufen und könnte bereits im nächsten Quartal an Motorola vorbeiziehen. Auch Sony Ericsson ist mit einem Abstand von 3,7 Millionen Handyverkäufen nahe dran an Motorola, jedoch hat das Unternehmen selbst auch mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen und stellt damit vermutlich nur eine theoretische Gefahr dar.
Anmerkung vom 05.08.2008:
Sanjay Jha ist ab sofort der neue Chef für die Handysparte und Motorola. Gleichzeitig übernimmt der ehemalige Qualcomm-Leiter die Position des Co-CEO ein und wird Greg Brown bei seiner Arbeit zur Seite stehen.


