Geohot: Playstation 3 Hack ist öffentlich

27.Jan.2010 14:26 Uhr, von [st], Trackback-URL


George Hotz hat nun doch entgegen seiner ersten Aussage den Quelltext des Exploits zum Einschleusen von Code veröffentlicht. Anders als bisher vermutet, ist aber doch eine Manipulation an der Hardware zum Hacken der Playstation 3 notwendig. Zwar veröffentlichte Hotz aka Geohot eine entsprechende Anleitung, doch massentauglich wird der Hack wohl vorerst nicht werden. Auch die Nutzer einer PS3 Slim haben das Nachsehen.

Besitzer einer PS3 Slim profitieren nicht von der Veröffentlichung durch Hotz. Das Programm erfordert eine Linuxumgebung und diese hatte Sony bei der PS3 Slim offenbar wohlwissend bereits ausgesperrt. Ursprünglich wollte Hotz das Verfahren für den Zugriff nicht veröffentlichen, entschied sich nun offenbar aus privaten Gründen doch für eine Veröffentlichung. Anscheinend aus Zeitmangel sieht er sonst die Gefahr, dass sein Fund sonst verpuffen könnte und ungenutzt bleibt.

Der Angriff erfolgt direkt über den Speicherbus, weshalb auch eine Manipulation an der Hardware erfolgen muss. Auf Grund eines Fehlers im Hypervisor ist es offenbar Hotz gelungen, den eigentlich virtuellen Adressraum auf einen bekannten physikalischen Adressraum zu legen. Die Manipulation der Hardware erlaubt nun Änderungen innerhalb dieses Speicherraums, ohne dass der Hypervisor dies bemerkt. Dadurch wird es möglich, beliebigen Code einzuschleusen. Der Hack arbeitet jedoch sehr unzuverlässig, sodass es häufiger zu Abstürzen kommt – auch wegen der Manipulation. Inwieweit sich dieses Exploit also tatsächlich nutzen lässt, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Eine Förderung der Raubkopie lehnt Hotz übrigens laut eigener Aussage strikt ab.

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