FSF: Google soll den Codec VP8 freigeben und Flash verdrängen

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Eine ungewöhnliche Forderung der Free Software Foundation FSF wird derzeit heiß diskutiert: Google soll nach der Übernahme von On2 den erworbenen Video-Codec VP8 freigeben und gleichzeitig auf dem Videoportal Youtube einsetzen und dafür auf Flash verzichten. Eine gewagte Bitte, die gleichzeitig auch Flash attackiert.

Nachdem Steve Jobs seitens Apple die Diskussion um Flash überhaupt erst richtig ins Rollen brachte, beteiligen sich immer mehr Parteien und veröffentlichen ihre Ideen und Absichten. Es scheint fast ein Befreiungsschlag zu sein, denn fast alle Veröffentlichungen richten sich derzeit gegen Adobe Flash. Auch die Free Software Foundation stellt klare Forderungen: Flash und der Video-Codec H.264 sollen verdrängt werden.

Im Kern dreht sich die Diskussion vor allem um Videoformate im Web, denn bisher müssen die bekannten Codecs wie der H.264 lizensiert werden und können daher in Webbrowsern nicht ohne weiteres integriert werden. Dieses Problem belastet auch den neuen Standard HTML5, denn auch hier fehlt nur noch der passende Video-Codec. Genau hier möchte die FSF ausbessern, und wer sonst außer der Internet-Gigant Google sollte dies bewerkstelligen.

Google hat in der Tat die Möglichkeit zum Handeln: Nach der Übernahme von On2 ist Google im Besitz des Video-Codecs VP8. Auch das weltweit größte Videoportal Youtube gehört bereits zum Inventar von Google. Youtube zeigte auch bereits erste Varianten mit HTML5, sodass eine leichte Absage gegenüber Flash bereits in der Luft liegt. Google entschied sich deshalb auch kürzlich zur Aufgabe von Google Gears. Die FSF geht aber einen Schritt weiter und fordert Google jetzt auf, den Video-Codec VP8 für die Allgemeinheit kostenlos freizugeben, damit dieser sich mit dem HTML5-Standard etablieren kann. Gleichzeitig soll Google die Einführung der Kombination von HTML5 und VP8 voranbringen, indem Youtube auf diese Standards setzt und auf Flash vollständig verzichtet.

Google äußerte sich bisher nicht zu den Forderungen der Free Software Foundation. In den nächsten Monaten wird das Unternehmen aber ohnehin zeigen, warum es die Video-Codec-Technologie von On2 übernommen hat.