Flash CS5: Adobe macht im Streit mit Apple einen Rückzieher
Mike Chambers, Produktmanager bei Adobe, warnt Entwickler vor der Verwendung des Flash-Compilers zur Erstellung von iPhone-Applikationen auf Basis von Flash. Adobe werde die Weiterentwicklung des Compilers einstellen, weil das Unternehmen derzeit von einer konsequenten Verbannung aus dem App Store von Apple ausgeht. Zahlreiche Apps müssen jetzt mit einem Rauswurf rechnen.
Über 100 Apps aus dem Store basieren auf Flash und wurden mit dem Flash-Compiler für das Apple iPhone kompiliert. Entwickler müssen laut Chambers damit rechnen, dass nicht nur zukünftige Apps abgelehnt, sondern auch die bereits gelisteten Programme aus dem Store entfernt werden. Apple hatte zuvor über neue Nutzungsbedingungen für die iPhone SDK die Verwendung von Entwicklungswerkzeugen von Drittanbietern untersagt. Davon ist auch der Flash-Compiler von Adobe CS5 betroffen, weshalb diese Änderung für heftige Diskussionen sorgt und die Auseinandersetzung zwischen Adobe und Apple weiter verschärft.
Adobe CS5 wird laut Adobe aber weiterhin die notwendigen Werkzeuge zur Entwicklung von Applikation für das iPhone und iPad bereitstellen, allerdings wird das Unternehmen die Komponenten nicht weiterentwickeln. Chamber nutzte die Gelegenheit zur Kritik an Apple und warnt Entwickler vor den Risiken der willkürlichen Änderung von Nutzungsbestimmungen. Die über 100 Applikationen, die mit einer Entfernung aus dem App Store rechnen müssen, müssten jetzt kosten- und zeitintensiv neu entwickelt werden.
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