Fake: Rapidshare sperrt Account wegen Urheberrechtsverletzungen
Mehrere Webseiten und Foren berichten derzeit von immer häufiger auftauchenden E-Mails über eine angebliche Sperrung des Accounts bei Rapidshare auf Grund von Urheberrechtsverletzungen. Besonders kritisch wird dabei der Aspekt diskutiert, dass angeblich Logs mit den Ip-Adressen gesichert wurden. Alles Fake, wie der Gulli jetzt von der Rapidshare AG erfahren hat.
“Uns ist zur Kenntnis gekommen, dass illegale Uploads auf unseren Servern durchgeführt wurden, die die Urheberrechte von Dritten verletzen und zu einem Prozess führen können. Dies verletzt unsere Geschäftsbedingungen. Wir haben die Dateien entdeckt und auf Anfrage der Rechteinhaber von unseren Servern entfernt. Gegenwärtig löschen wir Konten, die diese Materialien heruntergeladen oder gespeichert haben, um eine weitere Verbreitung und Urheberrechtsverletzung zu unterbinden.”
Mit dieser Nachricht werden immer häufiger Nutzer vom One-Click-Hoster Rapidshare konfrontiert, was zwangsläufig zu einer kleinen Panik führte. Grund ist vor allem folgender weiterer Inhalt der verschickten E-Mail: “Eine Log-Datei all ihrer Login-IP-Adressen und herauf- bzw. heruntergeladenen Dateien wird aus rechtlichen Gründen aufbewahrt.“. Dies wäre ein direkter Widerspruch zu den bisherigen Äußerungen des Unternehmens, dass ausdrücklich keine persönlichen Daten wie IP-Adressen geloggt werden. Dies widerspräche auch den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Rapidshare AG, zudem lässt auch die Formulierung in der E-Mail leichte Zweifel aufkommen.
Eine Nachfrage von Gulli brachte jetzt jedoch Klarheit: Bei den verschickten Nachrichten handelt es sich um Fake-Mails, wie das Unternehmen bestätigt haben soll. Die enthaltenen Aussagen seien demnach falsch.
Update
Mittlerweile liegen neue Dokumente vor, die offenbar doch eine Herausgabe – und damit eine vorausgesetzte Speicherung – bei Rapidshare bestätigen. Konkret handelt es sich um eine Abmahnung in Vertretung der Constantin Film Verleih GmbH. Dem Schreiben zufolge wurde ein Album des Rappers Bushido illegal auf Rapidshare veröffentlicht. Der Filehoster soll auf Nachfrage hin die IP-Adressen des Uploaders benannt haben, sodass der Anschlussinhaber letztlich ermittelt und die Abmahnung zugestellt werden konnte.



[st], 24.03.2010 17:19 Uhr
Neue Informationen wurden in dem Artikel ergänzt, offenbar gibt Rapidshare auf Nachfrage hin doch IP-Adressen heraus. Den Meldungen zufolge wurden die E-Mails gezielt verschickt, sodass ein Fake fast ausgeschlossen ist, außer jemand hätte unerlaubterweise Zugriff auf die Daten bei Rapidshare.
Karl Meier Dallaware, 24.03.2010 17:02 Uhr
Wurden wahllos Leute per E-Mail angeschrieben oder gezielt Nutzer von Rapidshare?