Datenschutz: Kampf dem SPAM
Thilo Weichert, oberster Datenschützer des Bundeslandes Schleswig-Holstein, hat sich für schärfere Gesetze gegen den Versand von Spam-Nachrichten ausgesprochen. Konkret sieht er es als notwendig an, dass auch für Werbung an E-Mail-Adressen von Unternehmen zukünftig deren Einwilligung vorliegen muss. Damit soll auch im gewerblichen Bereich der Versand unerwünschter Werbung eingeschränkt und dem Niveau für private E-Mail-Adressen angeglichen werden.
Bisher wird für Werbenachrichten an Unternehmen eine mutmaßliche Einwilligung unterstellt, wenn das beworbene Produkt/die beworbene Dienstleistung für das Unternehmen relevant sein könnte. Der Missbrauch ist jedoch zu umfangreich und führt zur erhöhten Belästigung und unnötigen Kosten durch Verlust investierten Arbeitszeit. Daher fordert Weichert eine Verschärfung des Gesetzes gegen den Unlauteren Wettbewerb und gleichzeitig eine Vereinfachung der Verfahren zur Abbestellung von sogenannten Newslettern.
Die Bekämpfung von Spam-Nachrichten aus anderen Ländern sind davon jedoch wenig betroffen. Dieser Spam macht jedoch den bedeutendsten Anteil an unerwünschten Nachrichten aus und erfordert auch in Zukunft effiziente Filtersysteme.
Quelle: Welt am Sonntag


