Australien: Hacker-Angriff gegen Regierungsseiten in der Kritik
Die Hacker-Gruppierung “Anonymous” hat in den vergangenen Tagen mit einer großen DDoS-Attacke mehrere Webseiten der Regierung attackiert und zwischenzeitlich lahmgelegt. Die Angriffe richten sich vor allem gegen Regierungspläne, Kinderpornographie im Internet mit Hilfe von Filtern zu zensieren. Auch Gegner der Zensur verurteilten die Angriffe als kontraproduktiv.
Die Gruppe “Anonymous” ist längst kein Unbekannter in der Szene und bei den Behörden. Der Angriff richtete sich gegen diverse Regierungsseiten und Stephen Conroy persönlich, die Kinderpornographie im Netz zukünftig durch Sperren eindämmen wollen. Die Gruppierung befürchtet jedoch, dass die Sperre auch für andere Zwecke missbraucht wird. Auch die Bürgerrechtsbewegung “Stop Internet Censorship” befürchtet weitere Sperren und versucht vor allem alternative Methoden einzubringen. Hier wird vor allem auf Selbstkontrolle gesetzt: Anschlussinhaber sollten selbst spezielle Software installieren und einsetzen.
Die Bürgerrechtler kritisierten den Hacker-Angriff öffentlich. Vor allem negative Auswirkungen auf die eigene Arbeit werden befürchtet. Die Hacker-Gruppe befürchtet vor allem eine Zensur im Bereich Pornographie im Allgemeinen und der Urheberrechtsverletzung. Bereits im Jahr 2008 fiel die Gruppe “Anonymous” durch Angriffe auf Scientology auf.
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