Anwendungen auf einem Intel x86 mit 48 Kernen

3.Dez.2009 10:13 Uhr, von [st], Trackback-URL


Intel präsentierte in Braunschweig den neuen Prozessor Singlechip Cloud Computer, der mit gleich 48 Kernen bestückt ist und damit verdeutlicht, dass die Zukunft der Prozessoren nicht bei höheren Taktraten, sondern bei immer mehr Kernen liegt. Der SCC dient bisher jedoch nur zu Forschungszwecken, inwieweit sich soviele Kerne überhaupt noch sinnvoll nutzen lassen. Besonderheit beim SCC ist die x86-Kompatibilität, sodass der Chip heute bereits lauffähig und beispielweise unter Linux nutzbar ist.

Die 48 Kerne des Singlechip Cloud Computer sind in der 45-nm-Technik gefertigt und benötigen zwischen 25 und 125 Watt Leistung. Für diesen vergleichsweise geringen Stromverbrauch mussten neue und effektive Stromsparfunktionen her: Zwei Kerne bilden jeweils ein Dual-Core-Tile, eine Bank wiederrum aus 4 Dual-Core-Tiles (also 8 Kernen). Die Taktfrequenz kann hierbei für jeden Dual-Core-Tile separat gesteuert werden, die Spannung jeweils für jede Bank getrennt. Gleiches gilt auch für die integrierten Controller.

In den Vorführungen wurden auch Algorithmen gezeigt, welche sehr effizient diese Vielzahl an Prozessorkernen ausnutzen können. Gleichwohl zeigt der Schritt zu Many-Cores aber auch ein Problem: Im Bereich der Softwareentwicklung gewinnt die erreichte Parallelität bzw. Fähigkeit zur parallelen Verarbeitung immer mehr an Bedeutung. Betrachtet man die Vergangenheit, werden Anwendungen nur sehr träge auf immer mehr Kernen gleichzeitig lauffähig, sodass heute Programme von derart vielen Kernen nicht profitieren können und damit auch der Anwender nicht.


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