Wirtschaft: Gute Nachrichten für Griechenland: Die Zahlung von acht Milliarden Euro wurde jetzt von den europäischen Finanzministern freigegeben. Das von der Pleite bedrohte Land erhält damit zunächst wieder flüssige Finanzmittel.
Im Land selbst brodelt es jedoch weiter auf breiter Front. Mit harten Reformen sollen die hohen Sparziele erreicht und die Wende der Schuldenkrise herbeigeführt werden. Zahlreiche öffentliche Stellen sollen wegfallen, zudem sollen zusätzliche und höhere Steuern mehr Geld in die klammen Kassen spülen.
Das griechische Volk selbst zeigt sich erzürnt über die Pläne der Regierung und protestiert mit aller Gewalt. Inzwischen gibt es ein erstes Todesopfer zu beklagen: Ein Mann starb infolge eines Herzinfarkts, nachdem er zuvor im Getümmel von einem geworfenen Stein getroffen wurde.
Das Land am Mittelmeer hat über Jahre hinweg über die eigenen Verhältnisse gewirtschaftet, wie inzwischen immer deutlicher wird. Von Institutionen, deren Aufgaben und Taten zweifelhaft erscheinen bis hin zu übertriebenen Bildungsausgaben, deren Kosten selbst hierzulande nicht zu rechtfertigen wären.
In Deutschland und anderen europäischen Ländern sorgt das Verhalten, sowohl seitens der Bürger als auch der Politiker für Unverständnis. Die Folgen einer Insolvenz wären für das Land kaum absehbar, doch Europa leistet gerne weitere Hilfszahlungen. Vielleicht dankt’s der Grieche beim nächsten Urlaub mit einem Glas Ouzo.
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