Fall Megaupload: Kim Schmitz triumphierend gegen die US-Justiz

Filesharing: Sah es anfänglich noch sehr schlecht aus, wendet sich das Blatt im Fall des Sharehosters Megaupload immer mehr zu Gunsten des Gründes Kim Schmitz. Nach zuletzt mehreren positiven Urteilen aus Sicht von Kim Schmitz deutet alles darauf hin, dass eine Auslieferung in die USA immer unwahrscheinlicher wird.

FBI / Polizei in den USA (Foto: Mark Ordonez, Lizenz: CC BY-SA 2.0)

Die US-Justiz kommt im Verfahren gegen Kim Schmitz, Gründer von Megaupload, derzeit keinen Schritt vorwärts. Unzählige Urheberrechtsverletzungen werden ihm vorgeworfen, doch bislang wehrt sich die Justiz in Neuseeland erfolgreich gegen die Auslieferung von Schmitz in die USA. Inzwischen wendet sich das Blatt zusehends, sodass Kim Schmitz womöglich sogar am Ende triumphieren könnte.

Seit seiner Festnahme erhielt Schmitz reichlich Zugeständnisse von Gerichten in Neuseeland. Er wurde auf Kaution freigelassen und darf inzwischen wieder über Teile seines Vermögens verfügen und wohnt inzwischen auch wieder in seiner Villa. Ein baldiges Ende des Auslieferungsverfahren ist aber nicht in Sicht, erste Entscheidungen werden erst im Herbst diesen Jahres erwartet. Bis dahin wird jedoch auch das FBI zumindest teilweise Ergebnisse der Ermittlungen vorlegen müssen.

Die Plattform Megaupload bleibt jedoch vorerst geschlossen und wird unabhängig von dem Ausgang der Verfahren voraussichtlich nicht zurückkehren. Die Ermittlungen richten sich nicht ausschließlich gegen Schmitz, weiterhin laufen Verfahren gegen vier weitere Mitarbeiter von Megaupload. Für die US-Justiz ist der Fall schon jetzt ein Desaster, denn das FBI steht derzeit in keinem guten Licht. Die Musik- und Filmindustrie kann sich dagegen immerhin darüber hinwegtrösten, dass die Abschaltung von Megaupload erreicht wurde.

Im Falle einer Auslieferung drohen Kim Schmitz und Megaupload jedoch drastische Strafen.

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