Politik: Der britische Premierminister Cameron sorgt mit seinem Veto zur EU-Vertragsänderung für reichlich Diskussionsstoff. Einerseits wird sein mutiger Schritt gefeiert, doch für Großbritannien könnte das Insel-Dasein zur Realität werden.
Noch wird die Kampfansage von Cameron gegen die Einheitswährung Euro gefeiert. Er hatte seine Drohung zum EU-Gipfel in die Tat umgesetzt und gegen eine geplante Änderung des EU-Vertrages sein Veto eingelegt. Damit bröckel nicht nur ganz Europa, sondern speziell Großbritannien rückt damit ins eigene Abseits.
Die Politiker in Großbritannien sind sich uneins, ob das Land an Camerons Wagnis am Ende untergehen wird. Während sich 26 Minister für die Änderung aussprachen, legte nur der britische Premierminister sein Veto ein. Es droht die Isolation des Landes, das in der Vergangenheit immer wieder gegen europäische Beschlüsse vorgegangen ist.
Ein Ausstieg aus der EU wird inzwischen spekuliert, doch dürfte Großbritannien davon sicherlich Abstand nehmen. Andernfalls würde das Insel-Leben zur Isolation führen und zu wirtschaftlichen Schwächen führen. Doch ein Ende des britischen Widerstandes ist damit nicht in Sicht und so wird weiter fleißig debattiert, während verbindliche Entscheidungen nicht getroffen werden.


