Wirtschaft: In den USA ist die Quartalsbericht-Saison gerade in vollem Gange und die ersten IT-Größen haben ihre Zahlen vorgelegt. Während Google erwartungsgemäß erneut ein Wachstum verzeichnen konnte, musste das Unternehmen Microsoft zum ersten Mal in seiner Börsengeschichte einen Verlust mitteilen.
Die Geschäfte für den Suchmaschinenbetreiber Google laufen prächtig. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Vermarktung von Werbeflächen und hier konnte Google, trotz Abschaltung vieler hauseigener Online-Dienste, deutlich zulegen. Alleine im letzten Quartal konnte Google einen Gewinn von rund 2,8 Milliarden US-Dollar erwirtschaften.
Google gab ebenfalls bekannt, dass Werbeanzeigen deutlich häufiger im Internet angeklickt wurden. Die Klicks haben demnach um beachtliche 42 Prozent zugenommen. Für Webseitenbetreiber gab es jedoch auch enttäuschende Informationen, denn der durchschnittliche Preis der Klickvergütung sank ebenfalls.
Für deutlich mehr Unruhe sorgte der Quartalsbericht von Microsoft, denn das US-Unternehmen musste erstmals in seiner Börsengeschichte einen Verlust melden. Am Ende verblieb ein Minus von 492 Millionen US-Dollar in den Büchern, obwohl im gleichen Quartal des Vorjahres noch ein dickes Plus von fast 6 Milliarden US-Dollar erreicht wurde. Trotzdem hat Microsoft die Analysten übertroffen, denn der Verlust täuscht über die tatsächliche wirtschaftliche Lage hinweg.
Der Umsatz konnte um vier Prozent gesteigert werden, doch Microsoft musste wegen aQuantive eine hohe Abschreibung von 6,2 Milliarden US-Dollar vornehmen, welche letztlich zu dem ausgezeichneten Verlust führt. Ebenfalls rückläufig sind die Umsätze mit dem Betriebssystem Microsoft Windows und dem Online-Dienst Windows Live.



