USA: Die Bank IndyMac ist Pleite

13.Jul.2008 15:23 Uhr, von [st], Trackback-URL


Die staatliche Bankenaufsichtsbehörde der USA hat die Hypotheken- und Bausparbank IndyMac geschlossen. Alle Bankgeschäfte wurden an die staatliche Bundeseinlagensicherung FIDC übertragen und dort nun verwaltet. Die Kunden versuchten in Panik noch Gelder von der Bank zu holen, doch die meisten standen nur noch vor verschlossenen Türen. IndyMac ist damit ein weiteres Opfer der weiterhin anhaltenden Immobilien- und Finanzkrise.

Ursache für das Liquiditätsproblem war das Misstrauen der Kunden, die bereits seit fast zwei Wochen ihre Konten bei IndyMac leer räumten – 1,3 Mrd. US-Dollar in 11 Tagen. In den letzten Tage spitzte sich die Situation zu, auch weil die größten amerikanischen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac Probleme meldeten. Im Bankenbereich setzte erneut ein Sturz der Aktienwerte ein.

Ein schwacher Trost für die Kunden, die ihre Gelder nicht mehr retten konnten, bleibt jedoch. Durch die staatliche Einlagensicherung erfolgt immerhin ein Deckungsschutz von bis zu 100.000 US-Dollar je Person.


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