Sony Ericsson legt schwache Bilanz vor

19.Jul.2008 13:04 Uhr, von [st], Trackback-URL


Die Phase der Veröffentlichung von Quartalszahlen ist bereits in vollem Gange und offenbarte starke Abweichungen zwischen den Sparten – wie üblich. Aber auch innerhalb der gleichen Marktsegmente gibt es starke Divergenzen zwischen den Unternehmen, weiß man spätestens seit den Quartalszahlen von Sony Ericsson. Während Nokia seine Position stärken, die Umsätze und Gewinne ausbauen konnte, blickte man eigentlich auch hoffnungsvoll auf die Konkurrenten und wurde zunächst enttäuscht.

Im 2. Quartal erreichte Sony Ericsson einen Umsatz von 2,82 Milliarden Euro, ein Einbruch von gut 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Doch von dem starken Umsatz blieben am Ende gerade einmal 6 Mio Euro netto, ein Minus von 97 Prozent (vgl. Vorjahr). Im bereinigten Betriebsergebnis rutsche Sony Ericsson sogar in die Verlustzone, nachdem im Vorjahr noch ein Plus von über 310 Mio Eur in den Büchern standen.

Konkurrent Nokia punktet vor allem durch einfachere, kostengünstigere Handys, deren Bedarf aktuell höher liegt. Entsprechend schleppend entwickelt sich auch das teuere Marktsegment für Handys, wo Sony Ericsson überwiegend präsent ist. Darunter leidet vor allem der Umsatz und durch den zunehmenden Preisverfall auch immer mehr die Gewinnmargen. Entsprechend pessimistisch blickt man bei Sony Ericsson auch in die Zukunft. Die Aktie von Sony nahm von der Bilanzveröffentlichung kaum Schaden und fiel nur gut 1 Prozent, jedoch verlor sie bereits die letzten Monate deutlich. Im laufenden Jahr müssen die Aktionäre aktuell einen Wertverlust von gut 30 Prozent hinnehmen.

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