Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland soll noch im März an die Börse

8.Mrz.2010 20:17 Uhr, von [st], Trackback-URL


Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG) beschleunigt das Vorhaben des Börsengangs und will noch im März erstmals notieren. Die Zeichnungsfrist soll den Plänen zufolge bereits in den kommenden Tagen starten und am 22. März das Unternehmen erstmals an der Frankfurter Börse notieren.

Die US-Beteiligungsfirma Providence macht nach den gescheiterten Verkaufsverhandlungen ernst und bringt wie bereits erwartet den größten deutschen Kabelnetzbetreiber an die Börse. Das amerikanische Unternehmen gibt mit dem Börsengang rund 51,75 Millionen Anteilsscheine aus. Dies umfasst mehr als die Hälfte des Grundkapitals, sodass Providence faktisch die Mehrheitsbeteiligung an Kabeldeutschland aufgibt.

Der Börsengang wird laut dem heute vorgelegten Börsenprospekt rund 700 Millionen Euro einspielen. Weitere Details zur Zeichnungsfrist und Preisspanne werden für Donnerstag oder Freitag erwartet. Die Zeichnungsfrist soll spätestens am 19. März enden. Das Interesse ist vergleichsweise groß, trotzdem hängt die Platzierung aller Aktien aber von der festgelegten Preisspanne ab, sodass weitere Details derzeit mit Spannung erwartet werden.

Kabeldeutschland konnte zuletzt erneut positive Zahlen vorliegen. Mit dem Ende des dritten Quartals zum 31.12. konnte das Unternehmen für die ersten neun Monate einen Umsatzzuwachs von 9,3 Prozent verzeichnen. Der Gewinn lag in dem Zeitraum bei rund 23 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch gut 47 Millionen Euro Verlust. Allerdings besitzt der Kabelnetzbetreiber auch einige Schulden: Mit rund 3,1 Milliarden Euro war das Unternehmen zum Jahreswechsel belastet.

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