Kabel Deutschland: Nach gescheitertem Verkauf folgt nun der Börsengang

21.Feb.2010 12:41 Uhr, von [st], Trackback-URL


Nach britischen Medienberichten haben die Spekulationen um den möglichen Verkauf des größten Kabelnetzbetreibers in Deutschland ein Ende gefunden. Ein Verkauf von Kabel Deutschland ist trotz einzelner Gebote von bis zu 6 Milliarden Euro nicht zustande gekommen. Stattdessen wird Kabel Deutschland den Plan zum Börsengang weiter verfolgen.

Haupteigentümer von Kabel Deutschland ist die Beteiligungsgesellschaft Providence Equity aus den USA. Bereits in den vergangenen Wochen wurde über einen möglichen Verkauf oder Börsengang spekuliert. Ein Verkauf ist aber offenbar mittlerweile vom Tisch, trotz der hohen Gebote von bis zu 6 Milliarden Euro. Ursprünglich war von Angeboten von bis zu 5 Milliarden Euro spekuliert worden. Nach den gescheiterten Verhandlungen wird jetzt stattdessen ein Börsengang erwartet.

Providence Equity erhofft sich durch den Börsengang insgesamt mehr Einnahmen als durch einen Verkauf erzielt worden wären. In einem ersten Schritt werden Einnahmen von rund einer Milliarde Euro erwartet, wobei Providence Equity weiterhin Haupteigentümer von Kabel Deutschland bleiben würde. An der Vorbereitung des Börsengangs sollen folgende Finanzinstitute mitwirken: Deutsche Bank, Morgan Stanley, UBS und JP Morgan.

Alle Ampeln zeigen grün: Der Börsengang könnte zu einem günstigen Zeitpunkt erfolgen. Nach dem verlustreichen Vorjahreszeitraum kann Kabel Deutschland im laufenden Geschäftsjahr eine deutliche Umsatzsteigerung vorweisen und schreibt auch wieder deutlich schwarze Zahlen. Das laufende Geschäftsjahr endet zum 31. März, dann wird Kabel Deutschland auch konkrete Zahlen vorlegen. Spätestens zum Jahresbericht werden auch weitere Einzelheiten über einen möglichen Börsengang von Kabel Deutschland erwartet.

Anzeige: "Die Börse - das absurde Welttheater" jetzt günstig bei Amazon.de kaufen:
Die Börse - das absurde Welttheater

Schlagwörter: , , , , , , , , , , ,



Folgende News könnten dich auch interessieren:


© petanews 2006-2012, Steven Schwarznau. Alle Rechte vorbehalten.